Die Wüste lebt 

 

Oryx Antilopen

Exoten auf der Spur

Ob weiße Antilopen, schwarze Stachelschweine oder bunt gefiederte  Vögel: In den zahlreichen Nationalparks Omans zeugt eine vielfältige Fauna von vorbildlichem Natur-  und Artenschutz. 

Intakte Natur

Paradiesischer Pool im Al Bustan Palace, ein Ritz-Carlton Hotel

Touristen auf Entdeckungstour

Naturschatz unter Schutz

Einhöckerige Dromedare, die zur Gattung der Kamele zählen, gern als „Schiff e der Wüste“ bezeichnet werden und bis zu 25 Tage ohne Wasser auskommen können, gehören in Oman zum Urlaubserlebnis. Dass der Wüstenstaat seine Besucher auch mit einer breiten Variation an Wildtieren fasziniert, ist Sultan Qaboos bin Said zu verdanken: Schon zu Beginn seiner Herrschaft würdigte er den großen Naturschatz, der sich durch die weitgehende Isolation des Landes lange erhalten hatte, und schützte ihn. Unter anderem zeichnet sich das Sultanat durch strenge Jagdbeschränkungen sowie etliche Naturschutzgebiete aus.

Der in der Sharqiyah-Region liegende Al Saleel Nationalpark wird von Gazellen und allerlei Raubtieren wie Wölfen, Wildkatzen und Füchsen bewohnt. Von besonderer Bedeutung ist das Jebel Samhan Nature Reserve in Dhofar: Aufgrund der zerklüfteten Landschaft überaus reizvoll, wird der 4.500 Quadratkilometer weite Nationalpark unter anderem von nubischen Steinböcken, arabischen Leoparden und dem schwarzen Stachelschwein belebt, das es nur in Oman gibt. An der Küste dieser Provinz finden sich viele Khwars – fjordähnliche Meeresbuchten, die von Süßwasserquellen gespeist werden und eine besonders exotische Fauna aufweisen.

 

 

Seltene Ziegen und Antilopen

In der Abgeschiedenheit des Jebel Aswad im östlichen Hajar-Gebirge leben die Arabischen Tahr – eine scheue Wildziegenart. Wesentlich bekannter ist das in der Al Wusta liegende Arabian Oryx Sanctuary. Die hier wieder angesiedelten Antilopen, deren weißes Fell die starke Sonneneinstrahlung teilweise reflektiert, waren in freier Wildbahn bereits ausgerottet. Besonders erfolgreich ist das Ras al Hadd Turtle Reserve bei Sur: Bis zu 100.000 der weltweit bedrohten Grünen Meeresschildkröten, die 100 Jahre alt werden und ein Gewicht von 200 Kilogramm erreichen können, legen hier an den ausgedehnten Stränden ihre Eier ab.

Auch bunte Vogelscharen machen Oman gern ihre Aufwartung: Neben den rund 80 heimischen sind es über 350 Arten aus aller Welt, die das Wüstenland – besonders das vor der Küste der Hauptstadt liegende Daymaniyat Island Nature Reserve – auf der Reise zwischen Europa, Asien und Afrika als Rastplatz wählen. Von Muscat aus leicht zu erreichen und umlagert von herrlichen Korallengärten, erhebt es sich als Kette aus neun paradiesischen Inseln aus dem Meer.