Intensives Erlebnis zwischen Sand und Fels

 

Erklimmen einer Sanddüne 

In Oman hat sich die Natur zum genialen Bildhauer atemberaubender Landschaften erhoben. Von Trekkingtouren mit Kamelen bis zum Extremsport locken daher attraktive Formen es Aktivurlaubs vor herrlichsten Berg- und Wüstenkulissen.

Mit Kamelen auf Karawanentour

Die Sandwüste mit bulligen Geländewagen durchpflügen oder steile Dünen schwungvoll auf Skiern hinunterwedeln – das zählt heute zu den spektakulärsten Formen modernen Aktivurlaubs. Mit einer Mèharèe jedoch lässt sich das Meer aus Sand auch auf traditionelle Weise erkunden. Darunter ist eine Wanderung mit Dromedaren zu verstehen, wie es sie schon vor Jahrtausenden auf den Karawanenrouten gegeben hat. Intensiver kann sich die unendliche Weite und Schönheit der Wüste kaum offenbaren: Unter der Anleitung von Beduinen geht es auf den „Schiffen der Wüste“ im gleichmäßig schaukelnden, beruhigenden Rhythmus voran – eine ideale Möglichkeit zur Entschleunigung.

Bei mehrtägigen Routen durch die Al Wahiba, wie sie von erfahrenen Arabien-Spezialisten (z.B. www.profiteam.de, www.bedu.de oder www.geo-tours.de) angeboten werden, geht es in Tagesetappen von 20 bis 30 Kilometern bis zum Indischen Ozean, wo sich die Teilnehmer schließlich den Sand der Wüstenreise abspülen können. Morgens stehen drei bis vier Reitstunden auf dem Programm, nachmittags dann noch einmal zwei bis drei Stunden. Übernachtet wird natürlich stilgerecht unter dem Sternenhimmel bzw. in Zelten, die zusammen mit dem Proviant von einem Begleitfahrzeug transportiert werden. Das allabendlich prasselnde Lagerfeuer dient zum Aufwärmen, dem Backen von Brot oder auch als perfekte Untermalung spannender Beduinen-Geschichten.

 

Mehr als 160 Trekkingrouten

Natürlich lässt sich Oman auch auf Schusters Rappen erkunden. Sogar die Hauptstadtregion bietet Möglichkeiten, Besichtigungstouren mit etwas Trekking aufzulockern – wie einer zweistündigen Wanderroute rund um Mutrah. Mit grandiosen Naturerlebnissen kann rechnen, wer stundenlang dem Verlauf eines Wadis (ausgetrocknetes Flussbett) folgt – wie dem Wadi Bani Khalid, das mit paradiesischen, von einer mächtigen Karstlandschaft umrahmten Naturpools lockt. Landesweit gibt es schon mehr als 160 Trekkingrouten mit den Schwierigkeitsgraden leicht bis extrem schwierig (www.trekkingoman.com), viele davon sind seit kurzem mit braunen Schildern ausgewiesen.

Professionell geführte Trekkingrouten – als beste Jahreszeit dafür gelten Oktober bis April – werden vor allem im östlichen Hajar-Gebirge angeboten, wo sie sich in über 1.900 Metern Höhe sogar in den heißeren Monaten durchführen lassen. Der landesweit bekannteste Trek heißt „Rim Walk“ und führt am Jebel Shams entlang der Abbruchkante zum Grand Canyon Omans, um atemberaubende Ausblicke in 1.000 Meter tiefe Abgründe zu eröffnen. Von besonderem Reiz ist ein Aufstieg auf den Gipfel – mit 3.009 Metern der höchste Berg des Landes. Natürlich kann man auch nur durch die schönen Terrassenfelder am Jebel Akhdar wandern.

Herausforderung am Hang

Immer schneller spricht sich das Sultanat auch als Paradies für passionierte Kletterfans herum: Eine besondere Herausforderung stellen zum Beispiel die Hänge des Jebel Misht dar, die mit ihren Rissen, Verschneidungen und Platten ebenso viel Geschick erfordern wie die schwierig zu besteigende Höhle Majlis al-Jinn, die an zwei Stellen bis zu 160 Meter abfällt. Wesentlich einfacher ist die Höhle Al-Hoota zu erkunden, die einen unterirdischen Felsendom und ein reizvolles Labyrinth aus Seen beherbergt. Der obere Teil dieses Naturwunders ist allerdings nur für erfahrene Höhlenkundler zu bewältigen. Insgesamt gibt es bereits an die 80 Kletterrouten – ausgewiesen in den Schwierigkeitsgraden French 5b bis 7c. Klettertouren aller Art erleben oder üben kann man besonders gut in der neuen Halle des „Muscat Diving and Adventure Center“ (www.climboman.com) – ganz unabhängig von der Klettersaison, die zwischen Mitte November bis Mitte März angesagt ist.

 

Paragliding und Mountainbiking

Noch höher hinaus führt das Paragliding - die besten Startorte dafür finden sich in den einschlägigen Internetforen des luftigen Sports. Für Tandemflüge mit Touristen hat sich das Six Senses-Resort Zighy Bay in Musandam (www.sixsenses.com) einen Namen gemacht. Wesentlich mehr Bodenhaftung bzw. eine gute Möglichkeit, schnell mit Omanis in Kontakt zu kommen, bieten Mountainbike-Touren (professionelle Räder und Tipps gibt es im „Oman Bicycle Shop“, www.omanbicycle.com). Wer Oman als Extremsportler erleben möchte, sollte sich zum alljährlichen „Dune up“ anmelden (in 2013 vom 1. bis 11. März, www.dune-up.de): Dabei geht es auf den ersten 100 Kilometern mit Mountainbikes durch raue Bergwelten und die nächsten 100 Kilometer im Laufschritt durch den heißen Sand der Wüste.

 

 

Spektakuläre Perspektiven

Garantierter Fahrspaß

Wüstentour per Mountainbike

Klimatisiert durch die Wüste