Metropole Muscat

 

Muscat- Metropole mit maritimem Charakter

Historisch und modern

Entgegen aller Vermutung steht der Name Muscat (gesprochen „Masskatt“) keineswegs für die bekannte Gewürznuss, sondern für „sich niederlassen“ oder „vor Anker gehen“ und steht zugleich für die bedeutende maritime Vergangenheit der omanischen Hauptstadt.

Spannende Spurensuche im Souk

Im sagenumwobenen Muscat offenbaren sich die Spuren der Vergangenheit nicht immer auf den ersten Blick. Aber schon im Namen der Stadt verbirgt sich Historisches, bezeichnet er doch den „Ort des Fallens“ von Ankern – und somit einen bedeutenden Seehafen. Auch würde man kaum vermuten, dass es sich bei den Pollern in der Nähe des Al Alam Palastes um betagte Kanonenrohre handelt. Sultan Faisal bin Turki hatte sie als unerwünschtes Geschenk einst einfach in den Erdboden stecken lassen. Heute präsentiert sich die über 700.000 Einwohner zählende Metropole als moderne Stadt, die ihre Authentizität bewahrt hat. Statt voller Wolkenkratzer erstreckt sie sich mit niedrigen, weißen Bauten über fast 60 Kilometer Küstenlinie. An der von einer portugiesischen Festung überragten Corniche im Stadtteil Mutrah reihen sich noch einige Handelshäuser aus dem 19. Jahrhundert aneinander: Mit Bogenfenstern, Gesimsen und Gittern bilden sie eine herrliche Kulisse für die auf dem Meer dümpelnde Flotte aus Dhaus und Fähren, Yachten, Luxuslinern und Frachtern. Ganz in der Nähe findet sich der bekannteste Souk des Landes: In seinen engen, verwinkelten Gassen lässt es sich nach Herzenslust stöbern und feilschen, während es nach Gewürzen, Räucherwerk und orientalischen Parfümölen duftet.

Eine Stadtautobahn als Touristenpfad

Ein ganz anderes Aroma umgibt den nahen Fischmarkt. Er liegt nicht weit vom Souk bzw. dort, wo die Stadtautobahn in Richtung Westen beginnt. Flankiert von zerklüfteten Bergketten, künstlich bewässerten Blumenbeeten und Baumreihen führt sie über Verkehrskreisel mit landestypischen Monumenten – wie der eindrucksvollen Dhau „Sohar“ (originalgetreuer Nachbau eines mittelalterlichen, arabischen Segelboots) oder riesigen Schnabelkannen – in alle wichtigen Bezirke der weitläufigen „Capital Area“ und zu weiteren Sehenswürdigkeiten – wie der Sultan Qaboos Grand Mosque. Als eine der weltweit imposantesten Moscheen zählt sie zu den wenigen, die in Oman auch Nichtmuslimen zugänglich sind. Ihr Gebetsteppich misst 4.200 Quadratmeter und fasziniert als Knüpfwerk aus 1,7 Milliarden Knoten. Weitere Kostbarkeiten lassen sich in den zahlreichen Museen der Hauptstadt entdecken – sogar omanisches Erdöl: Das Oil & Gas Exhibition Centre beherbergt eine sehenswerte Ausstellung über den wichtigsten Schatz des Landes.

 

Eine Moschee als Ort der Stille

Sultan Qaboos Moschee – faszinierendes Beispiel arabischer Baukunst

Muscat in aller Munde

Gerade in diesem Jahr zeugen etliche internationale Erfolge und Ereignisse davon, dass Muscat den Sprung auf die touristische Landkarte geschafft hat und sich der Reiz der Metropole unaufhaltsam herum spricht: Seit Beginn des Jahres darf sich die Hauptstadt mit dem Titel „Arab Tourism Capital 2012“ schmücken. Die von den Tourismusministern der Arabischen Liga verliehene Auszeichnung verbindet sich mit einem attraktiven Reigen international bedeutsamer Kunst-, Kultur- und Sportveranstaltungen. „Lonely Planet“ hat Muscat sogar auf die alljährlich mit Spannung erwartete Liste der „Must See Destinations“ gesetzt, wo es für 2012 den zweiten Rang hinter London einnimmt. Die größte Reiseführer-Edition der Welt lobt die Sehenswürdigkeiten der Stadt, ihre kulturellen Veranstaltungen, neuen Luxus-Resorts, trendigen Designerläden sowie die attraktiven Wassersportmöglichkeiten.
 

Harmonischer Architektur-Mix in Muscat 

Internationaler Glanz

Das ergänzt sich hervorragend mit dem weltweiten Ruhm, den das Sultanat beim Segelsport einfahren konnte. Wie durch die feierliche Eröffnung des renommierten, erst im Dezember endenden Wettbewerbs „Extreme Sailing World Series 2012“ – und sogar als Sieger der dritten Etappe im Juni. Ein ganz anderer Rekord wurde beim „Equestrian and Camel Festival“ erreicht, als es in Muscat zum 40-jährigen Thronjubiläum des Sultans gelang, eine von 40 Araber-Hengsten gezogene Kutsche zu präsentieren. Die Erschaffung des Royal Opera House indes, das zu den neuesten Sehenswürdigkeiten der Metropole zählt, verbindet sich sogar mit einer internationalen Wechselwirkung: Nachdem für den Bau und Betrieb des eleganten Festspielhauses die besten Baumeister, Tenöre und Kapellmeister in das Land gerufen wurden, strahlt das Echo der neuen Kulturstätte jetzt in alle Welt zurück.