Bizzares Hajar-Gebirge

 

Leben in der Wüste 

Wunderland der Geologie

Nirgends lässt sich der Querschnitt durch alle Gesteinsschichten der Erde so leicht erkunden wie im spektakulären Hajar-Gebirge, das als Kulisse fast aller Reiserouten durch Oman fasziniert.

Vielfalt der Formen und Farben

Majestätische Berge mit zerfurchten Hängen und geheimnisvollen Höhlen, atemberaubende Steilwände, schroffe Felsüberhänge und tiefe Schluchten – all das je nach Sonnenstand mit einem unglaublichen Farbenspiel in Szene gesetzt: Welche Kulisse könnte sich besser als Schauplatz für die Geschichten von Aladin und seiner Wunderlampe oder Ali Baba und den 40 Räubern anbieten als das spektakuläre Hajar-Gebirge? Mit einer bestechenden Vielfalt an Naturwundern zieht es sich über eine Länge von fast 500 Kilometern durch das Sultanat und bildet eine mehr als 3.000 Meter hohe Barriere zwischen dem Golf von Oman und den Wüstenlandschaften im Landesinneren. Vor 65 Millionen Jahren durch tektonische Verschiebungen aufgefaltet, präsentieren sich die Gesteinsmassen des „Jebel Akhdar“ –wie die Einheimischen den wichtigsten Höhenzug des Gebirges nennen – als Paradies für Geologen. Hier liegen Schichten an der Oberfläche, die sich sonst tausende Meter tief im Meer verbergen. Zwischen buntem Gestein und seltenen Fossilien finden sich ca. 4.000 Jahre alte Felsritzungen, die von einer frühen menschlichen Besiedelung zeugen.

Atemberaubender Canyon

Über das Wadi Jizzi und den 300 Kilometer südlich liegenden Suma`il-Pass ist es möglich, auf gut ausgebauten Straßen tiefer in das Hajar-Gebirge vorzudringen – wie zum malerischen Bergdorf Misfah al Abryeen. Hier ducken sich mehrere hundert Jahre alte, ausschließlich aus Natursteinen errichtete Häuser entlang schmaler, steiler Gassen an den Felshang. Über Al Hamra geht es zum 2.000 Meter hohen Plateau an den Grand Canyon Omans, wo die Omanis zur Abkühlung in heißen Sommermonaten gern picknicken und zelten. Von hier bieten sich grandiose Ausblicke in das 1.000 Meter tiefe Wadi Nakhar, das mit unterschiedlichen Sedimenten von 600 Millionen Jahren Erdgeschichte erzählt. Nicht weit entfernt erhebt sich der 3.009 Meter hohe Gipfel des Jebel Shams. Der landesweit höchste Berg schmückt sich im Winter sogar manchmal mit einer leichten Schneedecke. In wildromantischer Weise trotzt indes das Plateau von Saiq der Gebirgswüste: Auf spektakulären Terrassenfeldern gedeihen Granatäpfel, Weintrauben, Walnüsse und sogar Rosen, die zu Parfüm verarbeitet werden.

 

Wunderwerk der Geologie

Ein festungsartig angelegter Bergort 

Canyons locken zur Erkundung