Spannende Al Dhahirah

 

Vielfältige Landschaft

Mystische Grabtürme

Die spärliche Besiedelung des nordwestlichen Landesteils Al Dhahirah sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich hier – auf und unter dem Erdboden – bedeutende Schätze verbergen.

Zwischen Treibsand und Oasen

Die dünn besiedelte Region Al Dhahirah im Nordwesten Omans erstreckt sich zwischen dem Hajar-Gebirge und der Rub al Khali. An ihrer Peripherie liegt die Salzwüste Umm al-Samim, die mit Treibsandfeldern als berüchtigtste aller Wüstenformen gilt. Eher bekannt ist jedoch das ausgedehnte Oasengebiet von Buraimi, da es den wichtigsten Grenzübergang in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) markiert. Wer einige Kilometer zuvor die notwendigen Formalitäten erledigt hat, kann einen spannenden Abstecher in das benachbarte Al Ain unternehmen. Der beliebte Ferienort gehört zu den VAE und schmückt sich aufgrund seiner hübschen Parks gern mit dem Titel „Gartenstadt des Arabischen Golfs“. Auf halber Strecke zwischen Buraimi und Nizwa liegt Ibri – ein historischer Warenumschlagplatz. Noch heute fungiert er als wichtigster Markt der Region. Das imposante Fort diente zu Wohn- und Verteidigungszwecken, bevor es 1995 renoviert wurde. Im angrenzenden Souk fällt das große Angebot von Textilien und Wasserbehältern aus Kamelhäuten auf, die von den Beduinenfrauen der Oase produziert werden.

Geheimnisvolle Grabtürme

Die interessanteste Sehenswürdigkeit der Al Dhahirah besteht jedoch in Grabanlagen, die die in Oman reichlich vorhandenen Wach- und Wehrtürme um die ganz spezielle Kategorie der Grabtürme erweitern. Ursprünglich an die acht Meter hoch, wurden sie aus grob bearbeiteten Steinplatten errichtet und aufgrund ihrer Formen und Öffnungen von Archäologen gern als „Bienenkorbgräber“ bezeichnet. Die Rundtürme haben bereits im 3. Jahrtausend v. u. Z. zu Bestattungszwecken gedient und zählen seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die meisten und bekanntesten finden sich bei Bat, besser erhalten und spektakulärer wirken aber die 18 Türme, die als Formation auf einem Kamm vor der Kulisse des 1.000 Meter hohen Jebel Misht thronen. Weitere Spuren früher Besiedlung offenbarten sich zufällig, als nach Erdöl gebohrt wurde. Es waren Hinweise auf den Abbau und die Verarbeitung von Kupfer, das damals sogar bis nach Mesopotamien gelangte.

Aber erfreulicher Weise wurde auch Öl gefunden: Schon seit 1966 fließt es von Fahud, einer der landesweit bedeutendsten Förderstätten, über eine Pipeline bis zum Mina Al Fahal Terminal in Muscat.

Weltkulturerbe – Grabtürme in Bat