Musandam

 

Netzwurf mit Routine 

Märchenwelt aus Felsen und Fjorden

Auf der Landkarte erscheint Musandam wie das iTüpfelchen Omans – und das ist es auch: Kreuzfahrten, Safaris oder Trekkingtouren führen durch eine atemberaubende Kulisse aus Felsen und Fjorden.

Kreuzfahrt mit einer Dhau und Delfinen

Als wilde Naturkulisse aus tief eingeschnittenen Buchten, schroff en Inseln, idyllischen Stränden und stattlichen Felsmassiven ragt Musandam in die Meeresenge von Hormuz. Dass die im Norden der Vereinigten Arabischen Emirate liegende Exklave zu Oman gehört, ist den Briten zu verdanken: Sie erkannten die strategische Bedeutung der Halbinsel bereits im 18. Jahrhundert und drängten den verbündeten Sultan, sich das Territorium einzuverleiben. 

Heute flitzen durch die legendäre Straße von Hormuz voll bepackte Schnellboote aus dem Iran und lassen den Warenverkehr von Musandams größter Stadt Khasab pulsieren. Im Kontrast zu diesem spannenden Schauspiel stehen die romantischen Kreuzfahrten, auf denen sich die abgeschiedene Welt der Fjorde erkunden lässt. Oft eskortiert von geselligen Delfinen, gleiten die hölzernen Dhaus beschaulich durch faszinierende Meeresarme wie den 17 Kilometer langen Khor Shimm, während ihre Passagiere die aufragenden Felsformationen bestaunen oder zum Schwimmen und Schnorcheln in die türkisfarbenen Meeresfluten springen (z.B. www.msaoman.com).
 


 

 

Spartanische Steinhäuser und verlockende Villen

Ebenfalls unvergessliche Eindrücke bieten Safaris oder Trekkingtouren durch das Hinterland (z.B. www.khasabtours.com). Ob unterwegs zu den Wiesen des Sayh Plateaus, dem Akazienwald von Rawdah oder zum 2.078 Meter hohen Jebel Harim als höchstem Berg der Region: Mit spektakulären Felswänden, Überhängen, Schluchten, Geröllfeldern und einem wechselnden Farbenspiel offenbart die Gebirgswüste stets ihre märchenhafte Schönheit. Mancherorts zeugen noch archaische Steinhäuser – die Bait al Qafl – vom kargen Leben der Hirten und Oasenbauern. Zum Schutz vor Hitze oder Kälte sind die höhlenartigen Behausungen tief in den Boden eingelassen.

Moderne Hotels hingegen sollen Musandam in die Zukunft führen. Eines davon findet sich bereits am 1,6 Kilometer langen Sandstrand der Zighy Bay (www.six-senses.com). Die Gäste der aus Naturmaterialien errichteten, mindestens 82 Quadratmeter großen Luxusvillen können sich sogar per Gleitschirm einfliegen lassen. Ebenfalls rasante Transfers versprechen die drei futuristischen Katamarane, die zwischen Muscat/ Shinas und Musandam verkehren (www.nfc.om). Mit über 100 Stundenkilometern rauschen die „Shinas“, die „Hormouz“ und die „Sawqrah“ durch den Golf von Oman.