Faszinierende Al Dakhiliyah

 

Vater und Sohn auf dem Markt

Berge und Festungen

Verborgen zwischen hohen Bergen im Herzen des Landesteils Al Dakhiliyah (InnerOman), weist die heimliche Hauptstadt Nizwa den Weg zu den bedeutendsten Festungsbauten des Sultanats.

Bastionen als Welterbe der Kultur

Weil der insgesamt fast 500 Kilometer lange und über 3.000 Meter hohe Bergrücken des Jebel Akhdar eine natürliche Barriere zur omanischen Küstenregion bildet, hat sich Al Dakhiliyah über Jahrhunderte ein hohes Maß an Authentizität bewahrt. Die in diesem Landesteil liegenden Wehrbauten zählen zu den imposantesten von Oman – und zum Weltkulturerbe der Menschheit: Mit 15 Toren und 132 Türmen erhebt sich das Fort Hisn Tamah in Bahla als größter Festungsbau Omans. Seine gewaltigen Ausmaße lassen die sorgfältigen Restaurationsarbeiten nun schon seit Jahrzehnten andauern. Die palastähnliche Festung von Jabrin hingegen präsentiert sich mit herrlichen Spitzbogenfenstern, Holzschnitzereien und Deckengemälden als besonders sehenswerte Verteidigungsanlage. Nicht weit entfernt findet sich mit Al Hamra die besterhaltene Lehmsiedlung des Landes. Den Höhepunkt einer jeden Reiseroute durch diese Region bildet jedoch Nizwa. Die ehemalige – und für viele Omanis heimliche – Hauptstadt liegt 175 Kilometer von Muscat und nahe des legendären Jebel Shams (Berg der Sonne). Seit dem frühen 17. Jahrhundert ein blühendes Zentrum für Religion, Philosophie, Kunst und den Handel, wird die geschichtsträchtige Oase, in der die Islamisierung des Landes einst ihren Anfang nahm, mit über 500 Jahre alten Falaj-Kanälen bewässert.

Verwinkelte Treppen und Gassen

Nizwas Altstadt fasziniert als aufwändig im alten Stil restauriertes Ensemble und erstreckt sich zu Füßen einer mächtigen Festungsanlage mit einem 24 Meter hohen, alles überragenden Rundturm. Seine Zinnen und der Durchmesser von 36 Metern lassen ihn als unbesiegbares Bollwerk erscheinen. Im Inneren des monumentalen Zylinders geht es über enge, verwinkelte Treppen und tückische Fallgruben hinauf zur Plattform mit den Kanonen. Von den Galerien eröffnen sich grandiose Ausblicke auf die benachbarte Freitagsmoschee sowie grünende Palmenhaine und Gärten. Kontrastreich heben sie sich vom blauen Himmel und dem Braun der kargen Berge ab.

Gleich neben dem Fort pulsiert ein weitläufiger Basar. Besonders viel orientalisches Flair lockt in den Gassen der Silberschmiedekunst, für die Nizwa gerühmt wird – oder im originalgetreu erhaltenen East-Souk, wo betagte Männer mit Gebrauchsgütern und Gewürzen handeln. Wer am Freitag in der Stadt weilt, sollte keinesfalls den Besuch des turbulenten, frühmorgendlichen Tiermarktes versäumen: Beim hautnahen Handel mit Ziegen, Schafen oder Rindern, die lautstark angepriesen und – kritisch geprüft von kneifenden Handgriff en – durch ein Rondell geführt werden, kann man sich wunderbar in das Herz des Orients versetzen lassen.

Blick auf die größte Festungsanlage des Landes

Atemberaubender Ausblick auf Nizwa

Vater und Sohn auf dem Markt

Ergebnisse perfekter Restaurierung