Einzigartiges Dhofar

 

Visite im Weihrauchland

Allein schon der melodische Name dieser Stadt klingt zauberhaft, doch erst recht betören kann ihr Duft. In der sagenumwobenen Region Dhofar gelegen, markiert Salalah den Anfang
der Weihrauchstraße.

Mit Rauch zu Ruhm und Reichtum

Etwa 1.000 Kilometer von Muscat entfernt verbirgt sich tief im Süden Omans die Provinz Dhofar. Ihr einstiger Ruhm und Reichtum wurzelte in den hier gut gedeihenden, knorrigkleinwüchsigen Weihrauchbäumen. Begehrt wie Gold, gelangte ihr wohlriechendes Harz mit Kamelkarawanen über die legendäre, 3.500 Kilometer lange Weihrauchstraße bis an die Mittelmeerküste, um in den Kirchen des Abendlands rituelle Stimmung zu entfachen oder heilende Wirkung zu entfalten. In der Provinzhauptstadt Salalah können Besucher noch heute allerorts auf Weihrauch stoßen, wie im sehenswerten Museum of the Frankincense Land oder auf besonders stimmungsvolle Weise im alten Souk: Umhüllt von schwarzen Abbayas und meist bis auf die Augenschlitze verschleiert, preisen einheimische Frauen inbrünstig ihre Weihrauchkristalle an – auch als Kostprobe in Form von Rauch. So liegt eine ständige Duftwolke über den engen Gassen des Basars. Viele der ehemaligen Umschlagplätze für Weihrauch, wie der antike Hafen Al Baleed, zählen heute sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie lassen sich von hier genauso leicht erkunden wie das Grab des berühmten Propheten Hiob, die Stadt Ubar (Schisr) als versunkenes „Atlantis der Wüste“ oder die Ausgrabungsstätte Sumhurum, wo der Palast der geheimnisvollen Königin von Saba vermutet wird.

Monsun als Attraktion

Ausgedehnte Parks, Gärten, Felder und Plantagen bezeugen ein außergewöhnliches Klima,  das Salalah vom übrigen Sultanat unterscheidet: Jedes Jahr von Juni bis September überzieht der Südwestmonsun – hier Kharif genannt – die Region mit Niederschlägen. Trotzdem ist das die Zeit der Hochsaison: Aus den umliegenden Golfstaaten reisen dann viele Besucher an, um bei moderaten Temperaturen den in der Wüstenregion sonst seltenen Nebel und Nieselregen zu genießen.

Mit einer reichhaltigen Auswahl an Hotels präsentiert sich Salalah – als zweitgrößte Stadt und beliebtestes Badeziel des Landes – mit seinen weißen, palmengesäumten Stränden und zischenden Wasserfontänen in der Bucht von Mughsail. Draußen im glasklaren Meer tummelt sich zwischen Korallengärten und faszinierenden Algenwäldern ein Artenreichtum, der Tauchern die Begegnung mit Rochen oder Schildkröten zu einer Selbstverständlichkeit macht.

Reichhaltiges Angebot auf dem Basar 

Gelebte Traditionen bestimmen den Alltag