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Leidenschaftlich gut!


Singapur ist spannend, modern, aber auch grün und innovativ – kurzum ein Paradies für Entdecker, Foodies und Sammler. Doch wer sind die Menschen, die Singapur mit ihrer Leidenschaft zu dem machen, was es ist? Und wo kann man ihnen begegnen?

Der Entdecker:
Subaraj Rajathurai

NATURGUIDE UND ÖKO-BERATER

Eine Tour durch die Mangrovenhaine von Sungei Buloh ist nicht die einzige Möglichkeit, ihn zu treffen, aber wohl die symbolischste: Nicht nur weil der 54jährige sich dort exzellent auskennt – seiner Initiative ist es zu verdanken, dass das Gebiet 1987 nicht in ein Wohngebiet verwandelt wurde, sondern heute als Naturschutzgebiet vielen Zugvögeln als Rückzugsort dient. Auch bei der Rettung des Biotops Chek Jawa und dem Wald des Lower Pierce Reservoirs spielte er eine große Rolle, um nur einige weitere Beispiele für sein Engagement zu nennen. Der Autodidakt begann mit 18 Jahren, sich intensiv mit der Natur auseinanderzusetzen und ist bis heute leidenschaftlich dabei: „Man könnte fünf Leben lang die Natur erforschen und immer noch dazulernen“ erklärt Rajathurai, der Besuchern als Guide regelmäßig die wilde Seite der Stadt zeigt. Auf eine Sache ist er allerdings besonders stolz: „Obwohl sich unsere Stadt so schnell entwickelt, sind wir offen für den Naturschutz und willens, Lösungen zu fi nden, die Natur und Fortschritt gleichzeitig fördern“.

Sei ein Entdecker!

Schnell mal raus ins Grüne, das ist in Singapur erstaunlich einfach: Der Stadt-Dschungel Bukit Timah ist gut erschlossen und leicht mit den Öffentlichen zu erreichen.

Sei ein Sammler!

Mark Ongs Designer-Schuhe gibt es beispielsweise im Limited EDT Chamber, einem Turnschuhladen im Untergeschoss von The Shoppes at Marina Bay Sands®. Passionierte Shopper auf der Suche nach Design-Perlen sollten unbedingt auch in der Haji Lane und dem Designerkaufhaus ION vorbeischauen.

Der Foodie:
Malcolm Lee

STERNEKOCH UND FEINSCHMECKER

Vielleicht waren es die leckeren Gerichte aus der Küche seiner Großmutter, die ihn zum Feinschmecker machten: Malcolm Lees Kochkunst nach Art der Peranakan steht in der Familien tradition und ist doch so exquisit, dass er sich 2016 seinen ersten Michelin-Stern erkocht hat, den er seither hält. Übrigens das einzige Peranakan-Restaurant, das sich einer solchen Auszeichnung rühmen darf. Das Besondere an dieser Kochkunst ist, dass sie chinesische und malaiische Elemente kombiniert. Der Weg zum Stern war nicht einfach: Nach der Ausbildung eröffnete er das Restaurant Candlenut Kitchen, musste es kurzfristig 2012 wegen Mietproblemen schließen und eröffnete es 2013 erneut. Wichtig sind dem passionierten Koch nicht nur die Gerichte an sich: „Ich glaube, dass es bei der Peranakan-Küche grundsätzlich um die Menschen geht“, sagt er. „Eine traditionelle Peranakan-Mahlzeit kann eine Woche Vorbereitung in Anspruch nehmen. Essen ist Liebe, und ich hoffe, dass die Menschen dies spüren können.“

Sei ein Foodie!

Die Peranakan-Küche lebt von frischen Zutaten, wie man sie auf dem Markt von Geylang Serai und dem Tekka Market – und natürlich vielen anderen – findet. Mit ein wenig Glück begegnet man dort auch Malcolm beim Einkauf.

Der Sammler:
Mark Ong

SCHUH-DESIGNER UND REBELL

2002 verkaufte er sein erstes Paar individuell gestalteter Nikes online – und ist seither nicht mehr zu bremsen. Längst besitzt der Turnschuh-Designer Mark Ong mit „SBTG“ ein eigenes Label, dessen Werke mittlerweile auf internationalen Ausstellungen zu finden sind. Inspiration bekommt er zum Beispiel beim Skateboarden: „Der Weg zum Erfolg ist für mich wie Skateboard fahren – man muss ein paar Mal herunterfallen, bevor man neue Tricks beherrscht“. Mainstream und Anpassung spielen in seinem Leben keine große Rolle: „Als ich in den späten 1980er Jahren aufgewachsen bin, wollte jeder Rechtsanwalt oder Arzt werden, aber ich hatte schon immer eine Anti-Establishment-Einstellung. Skateboarden hat mich gelehrt, unabhängig zu denken“. Der Erfolg gibt ihm Recht: Im Laufe der Jahre hat SBTG die Produktpalette erweitert, heute umfasst sie auch Kleidung und Lederprodukte.