Shopping & Schlemmen für Fortgeschrittene 

Zu Recht gilt Singapur als Shoppingmekka: Nicht nur Schnäppchenjäger, auch Fashionistas auf der Suche nach dem allerneuesten Trend werden hier fündig.


Der Bummel über die Orchard Road mit ihren futuristischen Einkaufszentren und großen Marken-Outlets gehört für die meisten Besucher zum Pflichtprogramm: Mehr als 30 Einkaufszentren mit Hunderten, wenn nicht Tausenden von Einzelhandelsgeschäften locken allein an der Orchard Road. Wer hier besonders günstig einkaufen will, sollte unbedingt während des Great Singapore Sale (www.greatsingaporesale. com.sg) von Ende Mai bis Ende Juli zuschlagen, wenn die Preise um bis zu 70% sinken. Doch auch das Marina Bay Sands Shopping Center „The Shoppes“ und „VivoCity“ an der Harbour Front sind längst Shopping-Klassiker geworden. Auf 25 Hektar beziehungsweise 10 Hektar drängen sich jeweils die Boutiquen und Geschäfte.

 

Ein neuer Stern am Modehimmel

Doch Singapur bietet mehr als nur internationale Markenoutlets: Längst hat sich der kleine Staat auch einen Namen als Fashion Hub gemacht. Designer wie Raoul, Noel Caleb, Hayden, Lion Earl, Depression oder der Newcomer Zardoze sind weit über Singapur hinaus bekannt. Wer sie alle auf einmal erleben will, bekommt im April eine einmalige Chance. Dann nämlich gehen Singapurs Designer auf die Straße. Sprichwörtlich: Auf der „Singapore Fashion Steps Out“ zeigen sie sechs Wochen lang ihre neuesten Kollektionen und Trends. Kernstück ist die Freiluft Modenshow Fashion Runway auf der Orchard Road. Kurz darauf, im Mai, findet ein weiteres Mode-Highlight statt: Unter dem Dach mit Namen „Asia Fashion Exchange“ veranstaltet die Stadt mit dem Audi Fashion Festival, Blueprint, Audi Star Creation und Asia Fashion Summit gleich eine ganze Handvoll Modeevents.

Exklusive Modeevents haben Singapur als Asiens Fashion Hub fest etabliert. Kleine Läden und Boutiquen entführen in die unterschiedlichsten Kulturen der Welt.

Passgenau shoppen

Wer in Singapur shoppen geht, kann jedoch auch selbst im Handumdrehen zum Designer werden. Opulente Sari-Stoffe, die in Europa nur in hochpreisigen Spezialgeschäften verkauft werden, sind in den Shops an der Serangoon Road und ihren Seitengassen in Little India besonders günstig zu haben. Die passenden Accessoires mit einem Hauch indischer Opulenz gibt es hier gleich dazu. Auch in der Haji Lane, dem Zentrum von Kampong Glam, stapeln sich die bunten Stoffe bis unter die Decke der Schneidereien. Gleichzeitig haben sich hier zahlreiche lokale Boutiquen wie Threadbare & Squirrel (Nr. 43), Soon Lee (Nr. 73) und junge Vintage Shops wie Dulcetfig (Nr. 41) angesiedelt. Wer dennoch nicht fündig wird, lässt einfach schneidern: Meist sind die individuellen Anfertigungen innerhalb von ein bis drei Tagen fertig. Vor allem für große Kleidergrößen ist das eine interessante Alternative! 

 

Fernöstlicher Chic

Spannende Cross-Over Kreationen gibt es auch in Chinatown: Zahlreiche Maßschneider verarbeiten fernöstliche Seide, Batikstoffe, Brokate und Samt – teilweise sind sogar Fertigungen über Nacht möglich. Eine besonders große Auswahl inklusive aller Accessoires gibt es im Stoffmarkt am People's Park in der Upper Cross Street. Pfiffige Mode direkt aus dem Designerladen kauft man dagegen in den Boutiquen rund um die Ann Siang Road und Amoy Street. Vor allem Frauen finden in Chinatown eine Fülle ausgefallener Modelle. Günstige Streetwear von der Stange gibt es dagegen auf dem Markt an der Bugis Street. Reisepartner, die sich nicht mit Kleidershopping anfreunden können, müssen sich dabei nicht langweilen: Von hier aus ist es ein Katzensprung zu den Elektronik- und Computermärkten am Sim Lim Square. 

 

Boxenstop für Gourmets 

Logisch, dass lange Shopping-Touren hungrig machen. Und das ist gut so, denn es wäre schade, den Weg durch die Boutiquen der ethnischen Viertel nicht für eine kulinarische Stippvisite zu nutzen: In Kampong Glam ist das ZamZam (North Bridge Road 699) mit seinen Roti Prata Fladen ein echtes Muss. In Little India dagegen verdient die Punjabi-Küche des Khansama Tandoori in der Serangoon Road 166 einen ausgedehnten Besuch. In Chinatown muss es natürlich chinesische Küche sein: Zum Beispiel Dim Sum im Red Star Restaurant an der Chin Swee Road 54 – oder an einem der zahllosen kleinen Stände des Smith Street Markets. 

Video "Rojak [ro-jak]"