Symbolisches Singapur

Jede der Singapurer Ethnien hat ihre eigenen Symbole – und manchmal sind sie so mächtig, dass sich alle ihrer bedienen!

    Das Zeichen Fu

Das chinesische Zeichen für „Glück“, meist in Gold und Prägedruck auf rotem Papier, ist eine typische Dekoration, die man besonders rund um das chinesische Neujahrsfest findet, also im Januar oder Februar. Doch warum hängen manche Menschen das Zeichen verkehrt herum auf? Diese Variante hängt mit einem Wortspiel zusammen: Das chinesische Wort „dao“ für „auf den Kopf stellen“ klingt genauso wie „ankommen“ – und das soll das Glück ja nun unbedingt ...

 Die Winke-Katze

Egal, ob an der Kasse oder im Schaufenster – oder manchmal sogar einem Marktstand: Immer wieder trifft man auf die weiße (manchmal auch goldene) winkende Katze. Sie soll das Geld heranlocken. Eigentlich stammt sie aus China, wurde aber erst im Japan des 19. Jahrhunderts richtig bekannt und setzte sich von dort aus wieder in ganz Asien durch. Man findet sie deshalb nicht nur in chinesischen Geschäften, sondern überall – Geld kann schließlich nie schaden!

   Der Löwenkopf   

Das Wahrzeichen von Singapur, der Merlion, ist ein Fabelwesen. Er setzt sich zusammen aus Fischschwanz und Löwenkopf und repräsentiert den heutigen und den früheren Namen der Stadt. Singapur heißt, ins deutsche übersetzt Löwenstadt. Der ursprüngliche Name, für den der Fischschwanz steht, Temasek, bedeutet soviel wie Stadt am Meer.

 

  Geisterspiegel         

Geister sind gefährliche Gesellen, aber auch ängstlich. Blicken sie in die kleinen Spiegel an der Haustür, erschrecken sie sich vor sich selbst. Damit sie auch beim nächsten Mal darauf reinfallen, umgibt man  die Spiegel mit einem kleinen Labyrinth. Diesem Rätsel können die Geister nicht widerstehen: Sie  suchen nach dem richtigen Lösungsweg – und landen schließlich doch wieder beim Spiegel in der Mitte!

    Die Lotusblüte

Ob im Hinduismus, Buddhismus oder den chinesischen Religionen: Die Lotusblüte steht für Reinheit, denn sie wächst in schlammigen Tümpeln und erstrahlt doch absolut sauber: Sie ist flüssigkeitsabweisend und lässt den Schmutz abperlen.
Geisterspiegel

   Ganesha              

Kein Spaziergang in Little India ohne den blauen Elefanten: Den schelmischen Hindu-Gott Ganesha sieht man nicht nur oft an hinduistischen Tempeln - seiner ursprünglichen Heimat - sondern auch in kleinen chinesischen Schreinen, wo er quasi adoptiert wurde:

    Gelb!

Immer wieder trifft der Besucher auf kleine gelbe Häuschen – zum Beispiel auf der Insel Kusu. Und das ist kein Zufall, denn Gelb ist die Farbe der Keramats, der malaiisch-muslimischen Heiligen, die Wunder wirken können. Der Sprung zu den kleinen chinesischen Schreinen ist da nicht mehr weit, so dass sich beide  Kulturen Singapurs gerne dieser Farbe bedienen – und sich natürlich auch gegenseitig besuchen