SEHENSWERTES

Welcome to Fun Island

Strandidylle und stille Sonnenuntergänge gibt es in Singapur genauso wie atemberaubende Freizeitparks. Und das Beste ist: Sie liegen nur einen Katzensprung voneinander entfernt.

Blau-türkis glitzert das Wasser in der Sonne, im Gebüsch zwitschern die Vögel, der feine Sand kitzelt unter den Füßen. Nur die leise Musik im Hintergrund lässt ahnen, dass der palmengesäumte Strand nicht auf einer einsamen Insel liegt, sondern am Rande einer Großstadt. Palawan Beach auf Sentosa Island wirkt auf den ersten Blick geradewegs einsam – ideal für eine Sightseeing-Pause, Zeit einfach durchzuatmen und die Tropen von ihrer langsamen Seite zu erleben. Allerdings muss dies nicht zwingend am Strand passieren, immerhin sind zwei Drittel der Insel mit tropischem Regenwald bedeckt. Auf rund zwei Kilo metern führt der Wildlife Walk am Imbiah Lookout durch dichte Vegetation – mit ein bisschen Glück sind sogar einige fleischfressende Pflanzen dabei! Auch Affen und Reptilien sind auf dem Wildlife Walk regelmäßig zu sehen.

500 Hektar Spaß

Der Adrenalin-Klick ist dabei immer nur wenige Gehminuten entfernt: Wollte man die Spaß-Insel Sentosa, direkt vor der Stadt gelegen, in einem Wort zusammenfassen, es wäre der Begriff „Kindheitstraum“: Rund 100 Freizeitpark-Attraktionen der Spitzenklasse, auf einer tropischen Insel gelegen und von der Stadt aus in wenigen Minuten erreichbar. Kein Wunder, dass die Singapurer Sentosa lieben – auch die Erwachsenen – und den Spaß nicht nur den Besuchern überlassen. Während sich die einen also am Strand räkeln und bestenfalls über die Frage „Cocktail oder Obstsaft“ grübeln oder die Natur entdecken, lassen sich ein wenig weiter die Menschen beim Sentosa Bungee Jump reihenweise freiwillig aus 47 Metern Höhe fallen oder wirbeln im Mega Adventure Park, einer gewagten Mischung aus Kletterpark und Flying Fox, durch die Luft. Alle Attraktionen aufzuzählen ist schier unmöglich – selbst Singapurer entdecken immer wieder Neues, denn die Insel steht für 500 Hektar Spaß und Erholung (www.sentosa.com.sg).

Von der Festung zum Freizeitpark

Dabei hat Sentosa eine eher kriegerische Vergangenheit: Gleich vier Forts ließen die Briten Ende des 19. Jahrhunderts hier errichten, um die Insel zu verteidigen, da sich von hier aus der Zugang zum Keppel Hafen kontrollieren ließ. Bis in die 1970er waren auf Sentosa eine Marine Basis und Armee- Trainingscamps untergebracht. 1972 war das Jahr des Neustarts: Die Insel wurde in Sentosa umbenannt und für rund eine Milliarde Singapur Dollar in einen Freizeitpark verwandelt.


Das Glück wohnt auf Kusu

Sentosa ist aber nicht die einzige Insel des Stadtstaates. Besonders beliebt ist auch Kusu, um das sich mythische Erzählungen ranken: Um zwei Schiffbrüchige zu retten, verwandelte sich eine magische Schildkröte in eine Insel. Aus Dankbarkeit bauten die beiden Geretteten, ein malaiischer und ein chinesischer Seemann, je eine Gebetsstätte – und bescherten Kusu auch damit gleich zwei Attraktionen. Heute sind die beiden Schreine nicht nur bei Ausfl üglern beliebt: Der Besuch des chine sischen Tua Pek Kung (Da Bo Gong Tempel), der dem Gott der Kaufl eute und der Göttin Guanyin gewidmet ist, verspricht Reichtum und Kindersegen. Auch der malaiische Schrein Keramat Kusu soll kinderlosen Ehepaaren helfen: Drei malaiische Heilige werden hier verehrt, denen große Frömmigkeit zu Lebzeiten bescheinigt wird: Syed Abdul Rahman, seine Mutter Nenek Ghalib und die Schwester Putei Fatimah. Besonders während des Kusu-Festivals im neunten Monat des Mondkalenders pilgern die Gläubigen in Scharen nach Kusu, um für Glück und Wohlstand zu beten. Die benachbarte Insel St. John’s dagegen ist eine Ferien insel mit palmengesäumten Stränden und viel unberührter Natur. Sogar längere Trekking Touren sind auf St. John's möglich, denn durch eine Brücke ist die Insel mit dem benachbarten Lazarus Island verbunden, das wiederum per Landaufschüttung mit der Insel Pulau Seringat vereint wurde.



AB AUF DIE INSEL!

Anreise Sentosa
Der Sentosa Express braucht ab der MRT Station Harbour Front nur wenige Minuten bis zu den drei Insel-Stopps Waterfront, Imbiah Station und Beach Station. Auf der Insel selbst zirkulieren zudem Busse und die Beach-Tram. Malerischer ist die Option mit der Cable Car (www.sentosa.com.sg) ab Mount Faber. Die 15-minütige Seilbahnfahrt mit Blick über den Hafen ist schlichtweg spektakulär.

Anreise Kusu und St. John‘s
Ab dem Marina South Pier regelmäßig per Singapore Island Cruise nach Kusu und St. John's. Fahrpläne und Preise gibt es unter www.islandcruise.com.sg.